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Herzlich willkommen!

Vielfalt im Verstehen, Denken und Handeln. Das Erweitern fachlicher Kompetenz, die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln sowie das Gestalten einer Haltung im heilpädagogischen Sinn sind grundlegende Elemente unserer Ausbildung.

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Gabriele Magula (45), angehende Heilpädagogin in einer Förderstätte für Menschen mit Behinderung

In der Einrichtung ist Gabriele Magula fast zu Hause – sie arbeitet schon seit mehr als 20 Jahren dort mit Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen.

Dementsprechend vertraut ist sie mit den Klienten. „Wenn man die Menschen mit Behinderung lange kennt, sieht man keine Behinderung mehr, man sieht nur noch den Menschen mit seiner Persönlichkeit. Manche sind ganz humorvoll, manche eher zurückgezogen.“

Doch nach fast 15 Jahren hatte sie das Gefühl, irgendwie auf der Stelle zu treten, nicht vorwärts zu kommen. Trotzdem hat sie erst mal gezögert, als ihr Chef ihr eine neue Stelle anbot - unter der Voraussetzung, die Ausbildung zur Heilpädagogin zu machen. Mehrmalige Ermutigung war nötig, dass sie selbst bereit dafür war. Vier Jahre Ausbildung haben sie abgeschreckt, jetzt rückblickend im vierten Jahr, ging es alles ganz schnell.

Sie arbeitet jetzt als Fachdienst in der Förderstätte. Ihre Aufgaben sind Entwicklungsberichte schreiben, Förderpläne erstellen und Feste organisieren. Zweimal in der Woche arbeitet sie direkt mit den Menschen, um in Kontakt zu bleiben. Das ist ihre Herzensaufgabe, wie man spüren kann, wenn sie davon erzählt.

Andreas kennt sie schon sehr lange, aber das Gefühl, ihn richtig zu kennen, hat sie erst seit Kurzem. Die beiden sind ein Team im wöchentlichen Angebot der Gestalttherapie. Gabriele Magula ist seine sogenannte Co-Therapeutin. Sie sitzen ganz nahe - er in ihrem Schoß - und machen gemeinsam Körperübungen. „Anfangs wollte er so weit wie möglich entfernt von mir sitzen, dass wir uns ja nicht berühren“, erinnert sie sich. Heute setzt er sich ganz nahe und lässt sich nach hinten fallen, ganz entspannt. Dass sie dieses Vertrauen zueinander entwickelt haben und er sich richtig fallen lassen kann, ist für Gabriele Magula ein großer Erfolg. „Oft sieht man erst im Nachhinein: Da ist etwas Wichtiges passiert – da hat jemand einen großen Schritt gemacht.“

Durch die Ausbildung zur Heilpädagogin hat sie nicht nur eine neue Stelle, sondern vor allem neue Sichtweisen bekommen. „Bei Fördermaßnahmen frage ich jetzt: Was braucht er? Was macht sein Leben lebenswert?“ Sie setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass der Mensch sich gut entfalten und in Kontakt zu anderen treten kann.

Auch für sich selbst kann sie sagen, dass sie durch die Ausbildung viele große Schritte gegangen ist, ihren Blickwinkel extrem geweitet hat und sie jetzt froh ist, dass ihr Chef sie damals dazu ermutigt hat.

Sie sind hier: heilpaedagogik-rummelsberg.de
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